Reykjavik Culture Night

Later that night findet die zweite Melodica-Nacht im Café Rosenberg statt. Die meisten der auftretenden Acts kann ich ja bereits als „Friends“ bezeichnen, was mich auch gleichzeitig – aufgrund meines Rückfluges am nächsten Tag – etwas traurig stimmt.

Am Weg dahin kommen mir tausende Menschen entgegen, die ausgelassen den Culture Day feiern. Es gibt auch diverse Open Air Bühnen, vor denen sich Menschenmassen versammelt haben um den Konzerten zu lauschen – scheint ja eine ernstzunehmende Konkurrenzveranstaltung zu sein.

Cavanagh and Argus

Cavanagh and Argus

 

Den Reigen eröffnen „Cavanagh & Argus“, mit teils bis dato mir unbekannten Songs (und das obwohl ich sie heute bereits zum vierten oder fünften Mal höre). Ich erfreue mich abermals ihrer Stimmen und wunderschönen Gitarrenpickings, allerdings doch mit etwas Wehmut, wenn ich daran denke, dass ich morgen um die selbe Zeit bereits am Weg Richtung Flughafen bin.
Anschließend spielt „Cajita“, die bereits mehrmals erwähnte Einmann-plus-Loopstation-Band aus England. Beschimpft das heute nicht ganz so aufmerksame Publikum und holt uns ebenfalls für einen Song auf die Bühne.

Die Umbaupause zu PHIA und „Mez Medaillon“ nutze ich um Frischluft zu schnappen, werde in diesem Moment von der fast gesamten Barbelegschaft überholt die laufend um die nächste Ecke biegen. In diesem Moment höre und sehe (und später rieche) ich auch bereits den Grund: der Höhepunkt des Culture Days scheint ein ganz und gar nicht bescheidenes Feuerwerk zu sein. Alles ist auf den Straßen, jubelt und ich ärgere mich, dass ich just an diesem Tag meine Kamera zu Hause hab lassen. Vernünftigerweise, aufgrund der gestrigen Ereignisse. Nach den letzten Lichtblitzen begeben wir uns wieder ins Rosenberg, lauschen den letzten Konzerten des Abends, springen hin und wieder mal für Backingvocals auf die Bühne und lassen uns beim letzten Song fast schon traditionell gemeinsam abfeiern.

Meine letzte Nacht in Island will gefeiert werden, und so landen wir wiederum in der Lebowski Bar. Diese ist heute knackevoll, so wie jede Location der Stadt, selbst die Straßen sind voller großteils angetrunkenen Menschen. Der Culture Day scheint wohl ein guter Grund mehr zu sein sich dem Alkoholkonsum hinzugeben.

Wir tanzen zu 70er und 80er Hits, singen nicht ganz textsicher, dafür umso enthusiastischer lautstark Zeile für Zeile mit, um uns später völlig verschwitzt nach (der viel zu frühen) Sperrstunde auf die Suche nach einer weiteren noch offenen Location machen. Das Ganze erweist sich als äußerst schwierig, schließlich ist es schon kurz vor 5 Uhr. Im Club 17 werden wir fündig, trinken noch eine Runde Bier, nen last Dance und dann wird auch hier das Licht angemacht. Draußen wird es auch bereits hell, und ich wandere ein letztes Mal den Weg in die Vesturgata, zu Tryggvi’s Home.

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